Bird and Sword von Amy Harmon

„Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann …“

Quelle: www.luebbe.de

Autorin: Amy Harmon
Originaltitel: Bird & Sword
Verlag: LYX
Erschienen am: 26.10.2017
Seitenzahl:396
ISBN: 978-3-7363-0548-9

Hallo ihr Lieben,

vor einigen Tagen habe ich Bird & Sword von Amy Harmon aus dem LYX Verlag beendet. Als das Buch damals raus kam war der Hype hoch, jedenfalls kam es mir so vor und ich wollte es auch schon lange lesen. Die englische Ausgabe hatte ich schon seit gefühlten Jahren bei amazon auf meiner Wunschliste und da ich momentan in einer kleinen Leseflaute stecke musste ich mal wieder das machen was ich so selten tue: Ab in die Buchhandlung, ein Buch finden das mich anspricht und sofort anfangen zu lesen.

Was mir sofort aufgefallen ist und mich sofort in seinen Bann gezogen hat: Der großartige Schreibstil der Autorin. Sie weiß genau wie sie mit Wörtern umgehen muss, so das sie schon fast magisch wirken. Jedoch muss ich da anmerken dass ich denke das es im englischen Original noch viel schöner gewesen wäre da mir manchmal die Übersetzung etwas holprig vorkam. Trotz alledem war es wunderbar und ganz am Anfang meiner Rezension muss ich daher den Schreibstil der Autorin loben, auch da es in dem Buch viel um Sprache geht und die Macht dieser. Dadurch das die Autorin genau mit dieser so toll spielt kommt das noch viel besser rüber.

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Wir steigen in die Geschichte mit einer Tragödie ein die unsere Protagonistin Lark als Kind prägt und durch welche sie ihre Stimme verliert. Kurz darauf haben wir einen Zeitsprung: Lark ist nun eine junge Frau die mit ihrem Vater lebt welcher sich mehr vor ihr fürchtet als das er sie liebt. Die Geschichte hat einen recht zügigen Verlauf und schon bald nimmt Tiras, welcher der König des Landers ist, Lark als Geisel da ihr Vater nicht das tat was Tiras von ihm verlangte. Neben der Liebesgeschichte zwischen Lark und Tiras gibt es noch die Volgar, welche das Land bedrohen und geschlagen werden müssen. Lark entdeckt bald das nicht nur sie ein Geheimnis hat, sondern auch der König nicht das ist was er vorgibt zu sein. Die Geschichte hat mir sehr gefallen, einziger Kritikpunkt hier ist allerdings das sich manche Teile trotz schnellem Tempo in der Story doch recht gezogen haben.

Lark ist als Protagonistin angenehm, sie weiß sich durchzusetzen und versteht wenn sie ausgenutzt wird. Sie ist ein lieber Mensch welchem viel leid widerfahren ist.  Am Anfang hatte ich ein wenig Sorge wie es denn wohl wird wenn sie die ganze Zeit nicht sprechen kann, aber der Gedanke hat sich ziemlich schnell aufgelöst da die Autorin auch das gut gelöst hat. Sie ist nicht so naiv wie viele Protagonistinnen und nicht „blind vor Liebe“ wie es leider so häufig der Fall ist. Auch finde ich das mit den verschiedenen Gaben eine tolle Idee die zwar so an sich nicht originell ist und schon öfter angewandt wurde in verschiedenen Fantasy Werken aber dadurch das es quasi verschiede Kategorien von Gaben gibt wird dies auch wieder interessant.
Tiras ist geprägt durch seinen Vater und als König durch die Weise wie seine Ahnen regiert haben besonders was die Magischen angeht. Er ist fürsorglich und als König fair, trotz seiner Vorfahren. Hier muss ich jedoch sagen das mir manchmal einfach seine Art nicht gepasst hat oder eher gesagt das er in einem Moment der fürsorgliche ist und im nächsten dann doch Lark behandelt hat wie einen Gegenstand. Ich bin leider nicht dahinter gekommen ob es an der Zerrissenheit des Charakters lag oder er einfach so ist.

Fazit: 

Eine Liebesgeschichte über die Macht der Worte die einen besonders durch die Sprache und das Spiel mit den Wörtern in seinen Bann zieht. Einige Kleinigkeiten haben mich zwar gestört aber dennoch ist es lesenswert!

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