Was mir von dir bleibt von Adam Silvera

Werbung (Rezensionsexemplar)

Als Griffins erste Liebe und Exfreund Theo bei einem Unfall stirbt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Denn obwohl Theo aufs College nach Kalifornien gezogen war und anfing, Jackson zu daten, hatte Griffin nie daran gezweifelt, dass Theo eines Tages zu ihm zurückkehren würde. Für Griffin beginnt eine Abwärtsspirale. Er verliert sich in seinen Zwängen und selbstzerstörerischen Handlungen, und seine Geheimnisse zerreißen ihn innerlich. Sollte eine Zukunft ohne Theo für ihn überhaupt denkbar sein, muss Griffin sich zuerst seiner eigenen Geschichte stellen – jedem einzelnen Puzzlestück seines noch jungen Lebens.

Quelle: w1-media.de

Hallo ihr Lieben!
Heute gibt es die Rezension zu „Was mir von dir bleibt“ von Adam Silvera. Ein Buch auf welches ich mich wirklich sehr gefreut habe, und ich sag euch später in der Rezension auch warum. Danke jedenfalls an den Arctis Verlag und an die Netzwerk Agentur Bookmark für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

In „Was mir von dir bleibt“ verliert Griffin auf tragische Weise seine erste Liebe Theo, obwohl er immer gedacht hat, dass sie doch wieder zusammenkommen und glücklich werden. Griffin muss nun mit diesem Verlust umgehen. Wir erleben die Story aus der „Gegenwart“ in der Theo verstorben ist und aus der „Geschichte“, welche uns den Verlauf der Beziehung und gewisse Hintergrundinformationen schildert. Die Abschnitte sind auch mit den Tagen und Daten versehen, sodass der Leser perfekt die Geschichte nachvollziehen kann.
„Was mir von dir bleibt“ ist ein Buch welches sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen befasst, und das ziemlich genau. Wir erleben durch Griffin die verschiedensten Stadien der Trauer und auch Griffins Wut und Verzweiflung finden in dem Buch seinen Platz. Dem Leser geht die Geschichte noch einmal näher als sowieso schon, da wir nicht nur erleben wie es ist in einer Welt ohne Theo zu leben, sondern auch erfahren wie es mit Theo war, so dass wir eine gewisse Bindung zu Theo aufbauen, die uns jedoch im nächsten Kapitel der „Gegenwart“ wieder entrissen wird. Silvera ist es erfolgreich gelungen, dass Theo sehr präsent im Kopf der Leser ist und nicht einfach nur ein verstorbener Charakter. Man fühlt Theos Anwesenheit, so wie Griffin sie fühlt. Ich fand Theos und Griffins Geschichte unglaublich schön und echt. Auch waren die ganzen Verweise auf verschiedene Serien und Filme für mich als Nerd ein großes Highlight.  Der Schreibstil des Autors ist, wie im Jugendbuch typisch, recht einfach gehalten.
Kommen wir kurz dazu, warum das Buch so wichtig ist: Es handelt sich um einen Roman, welcher von einem Own Voice Autoren geschrieben wurde. Falls ihr nicht wisst worum es dabei geht, versuche ich es euch kurz zu erklären. Diversität und richtige Repräsentation in Büchern ist unglaublich wichtig, des Weiteren ist es aber auch wichtig, dass solche Bücher von diversen Menschen geschrieben werden und diese Autoren dann zu unterstützen. Falls ihr euch das alles genauer anschauen möchtet (was ich euch wirklich empfehle) verlinke ich euch hier den Beitrag  „OwnVoices 101“ von Kai, in welchem er genau erklärt warum Own Voices so wichtig sind!
Adam Silvera ist selbst homosexuell und ich glaube es gibt niemanden der besser über die Gefühlslage eines homosexuellen Jungen schreiben kann, als jemand der selbst homosexuell ist und vielleicht schon einmal selbst diese und andere Erfahrungen gemacht hat. Des Weiteren kommt hinzu, dass ich es einfach großartig finde dass die Bücher Adam Silvera nun auch den deutschen Buchmarkt bereichern, da es besonders hier in Deutschland einen Mangel an diversen Autoren gibt.
Der negative Aspekt an dem Buch war für mich jedoch manchmal Griffin selbst. Oft konnte ich seine Handlungen nicht nachvollziehen, sodass ich dann doch beim Lesen dasaß und mich fragte: Warum?
Ich selbst kann seine Trauer nicht nachvollziehen, da bin ich ehrlich und auch froh drüber, denn ich denke das möchte keiner erleben. Jedoch fand ich ein, zwei Handlungen leicht überzogen, die ich dann nicht einmal mit der Trauer für mich rechtfertigen konnte und welche ihn dann für mich ein wenig unsympathisch gemacht haben. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, und das besonders im Jugendbuch, dass es des Öfteren passiert, dass mir ein Protagonist aus dessen Sicht man Ereignisse erlebt an manchen Stellen unsympathisch wird. Das zerstört in den seltensten Fällen dann das gesamte Buch und trifft auf keinen Fall auf „Was mir von dir bleibt“ zu, denn es gibt genug andere Charaktere die die Geschichte ergänzen.

Fazit:
Ein Roman welchen ich auf jeden Fall empfehlen würde. Nicht nur, da es nicht einer der typischen Liebesromane ist und sich mit dem Thema Trauer und Bewältigung auseinandersetzt, sondern auch weil mir das Prinzip sehr gefallen hat, die „Gegenwart“ und „Geschichte“ einander gegenüberzustellen. Außerdem ist es einfach wichtig Diversität nicht nur bei Romanen selbst zu unterstützen, sondern auch bei den Autoren.

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